15
Februar
2011

Vertrag unterzeichnet

Drucken PDF
Der Vertrag für die Bahnanbindung ist unterzeichnet:

vertrag unterzeichnet
(v.l) Erster Stadtrat Rolf Hillemann, Stadtrat Dieter Wenzel (Darmstadt), Landrat Klaus Peter Schellhaas, Bürgermeister Horst Baier,  Klaus-Peter Güttler (Geschäftsführer RMV), Dr. Klaus Vornhusen (Bevollmächtigter Bahn Hessen), Susanne Kosinsky (Leiterin DB Regionalbereich Mitte) Benjamin Schmidt (Leiter Bahnhofsmanagement Darmstadt)
 
11
Februar
2011

Pfungstadt ist am Zug

Drucken PDF

Wiedereröffnung der Bahn im Dezember 2011, Baubeginn jetzt
Bauvertrag zum Neubau der Verkehrsstation Pfungstadt unterzeichnet


Am Freitag (11.) trafen sich Vertreter des Landes Hessen, der Deutschen Bahn AG, des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), der DADINA und der Stadt Pfungstadt, um den Bau- und Finanzierungsvertrag zu unterzeichnen, der ein neues Verkehrszeitalter für Pfungstadt einläutet. Im Zuge der Reaktivierung des Personennahverkehrs auf der Schienenverbindung von Darmstadt-Eberstadt nach Pfungstadt im Dezember 2011 wird im Zentrum Pfungstadts eine neue Verkehrsstation angelegt.

Rund sieben Millionen werden investiert
Die gesamten Baumaßnahmen umfassen Investitionen von rund sieben Millionen Euro. Hierzu gehören der Neubau des Haltepunktes, die Reaktivierung der Strecke, die Modernisierung des Bahnhofsumfeldes mit Errichtung eines zentralen Busbahnhofes sowie einer Park-and-Ride-Anlage (P+R) und einer Bike-and-Ride-Anlage (B+R). Durch ein überarbeitetes Buskonzept wird die Bahnstation optimal an die Stadtteile angebunden. Dank der unmittelbaren Nähe der Bushaltestellen zum Bahnsteig können sich die Fahrgäste auf kurze Wege und einen barrierefreien Umstieg freuen.
Die DB Netz AG trägt die Kosten für die Streckenertüchtigung von rund 4,2 Millionen Euro.
An den Kosten für die Errichtung des neuen Bahnsteiges beteiligt sich neben der Stadt Pfungstadt, welche die Hauptlast trägt, der Rhein-Main-Verkehrsverbund, der anteilig Planungskosten übernimmt. Die Stadt Pfungstadt hat hierzu Fördermittel des Landes Hessen aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beantragt. „Das Land begrüßt die Anbindung der Stadt an den Schienenverkehr und beteiligt sich an der Finanzierung der Investition mit erheblichen Fördermitteln“, teilte ein Sprecher des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung mit.
Ein privater Investor hat bereits rund acht Millionen Euro in den Kauf und die Entwicklung eines großen Geländeteils gesteckt, auf dem schon verschiedene Einkaufs- und Verbrauchermärkte angesiedelt wurden.

Neues Angebot ab Dezember

Pfungstadts Bürgermeister Horst Baier hob in seiner Begrüßungsrede die Historie des Projektes hervor. Bereits seit 2003 wird der Wiederanschluss Pfungstadts an das Schienennetz geplant. Klaus-Peter Güttler, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, freut sich bereits auf die Wiedereröffnung der Strecke: „Ab Dezember ist Pfungstadt noch besser an Darmstadt und den Regionalverkehr angebunden. Nur noch 13 Minuten dauert die Fahrt zwischen den beiden Städten.“
Die DADINA-Vorstandsvorsitzenden Stadtrat Dieter Wenzel und Landrat Klaus Peter Schellhaas sehen sich mit der Reaktivierung der Bahnstrecke erneut in ihrer guten und produktiven Zusammenarbeit bestätigt. Zumal die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Pfungstadt und Darmstadt ein Novum für die DADINA darstellt. Erstmals wird im DADINA-Gebiet eine nicht mehr genutzte Gleisstrecke wieder in Betrieb genommen.

Bahnsteiglänge reicht für drei Triebwagen

Die Nutzlänge des Bahnsteiges wird für maximal drei Triebwagen auf 125 Meter festgelegt. Die Herstellung des Bahnsteiges erfolgt in konventioneller Bauweise. Aufgrund der höhengleichen Zugänge vom Vorplatz bzw. vom Verbindungsweg zwischen dem Busbahnhof und der Berliner Straße sind Treppenanlagen oder Rampen zur Überwindung von Höhenunterschieden nicht erforderlich. „Der Zugang ist damit „barrierefrei“ im Sinne einer behindertengerechten Nutzbarkeit“, erläuterte Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG, und gab dazu einen Einblick in die vorgesehene Ausstattung.

Bauablaufplan eng gestrickt

Alle Beteiligten sind sich einig, dass die nächsten Monate gut genutzt werden müssen, damit im Dezember die ersten Züge fahren können. So ist der Bauablaufplan eng gestrickt. Nachdem bereits im Januar die Gleisbauarbeiten begonnen wurden, folgt im Mai der Bau des neuen Busbahnhofs sowie der Stellplätze für Autos und Fahrräder. Ab Juni beginnt der Bau des Bahnsteiges.