Baumaßnahmen

Neubau Bahnsteig/ ZOB & P+R

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Im Rahmen der geplanten Reaktivierung der Schienenverbindung Pfungstadt – Darmstadt (Pfungstadtbahn) ist der Endhaltepunkt „Bahnhof Pfungstadt“ neu zu errichten und es sind im Umfeld des Endhaltes weitere ergänzende Maßnahmen seitens der Stadt vorgesehen, welche die Erreichbarkeit des ÖPNV-Haltepunktes durch den motorisierten und nicht motorisierten Individualverkehr gewährleisten und verbessern sollen.  
  • Neubau Bahnsteig im Zusammenhang mit dem Neubau des Endhaltepunktes „Bahnhof Pfungstadt”
  • Neubau park-and-ride-Anlage (P+R) am Endhaltepunkt Bahnhof Pfungstadt
  • Neubau bike-and-ride-Anlage (B+R) am Endhaltepunkt Bahnhof Pfungstadt
  • Neubau zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) als Verknüpfungshaltestelle am Endhaltepunkt
  • Bahnhof Pfungstadt
 
P&R – Anlage und B&R – Anlage
Für die mit dem Pkw oder dem Fahrrad aus den angrenzenden Siedlungsbereichen außerhalb des Einzugsbereiches des ÖPNV anreisenden und umsteigenden Fahrgäste soll in unmittelbarer Nähe des Endhaltepunktes der Bahn eine Park and Ride / Bike and Ride – Anlage errichtet werden. Damit werden auch für diese Nutzergruppen günstige Übergangsbedingungen geschaffen, die der Attraktivitätssteigerung der Schienenverbindung nach Darmstadt dienen. Die P+R-Anlage ist östlich des geplanten ZOB geplant, wobei die Zu- und Abfahrt durch Aufweitung der bestehenden dreiarmigen Einmündung des Büchnerweges in die Eberstädter Straße in einen vierarmigen Knotenpunkt erfolgen soll. Für Fahrräder (B+R-Anlage) wurden an zwei Stellen Fahrradunterstellmöglichkeiten in der Nähe der Zugänge auf den Bahnsteig installiert.

Die in einer ersten Ausbaustufe zu errichtenden 50 P+R-Stellplätze wurden auf Grundlage der zu erwartenden ÖPNV-Nachfrage abgeschätzt. Die P+R - Bedarfsermittlung wurde im Vorfeld und mit dem ASV Frankfurt abgestimmt. Optional wird eine Erweiterung der P+R-Anlage um weitere Stellplätze in einer zweiten Ausbaustufe berücksichtigt im Bereich östlich der bestehenden Anlage oder wahlweise als Aufständerung in einer Parketage über der bestehenden Anlage. Gegenstand der Entwurfsplanung und des GVFG-Antrages ist die erste Ausbaustufe mit 50 Standardstellplätzen und 2 Behindertenstellplätzen sowie 4 Parkplätze für eine Stromtankstelle. Für B+R-Anlagen wird das verfügbare Potential i. d. R. durch Abschätzung der bestehenden Nachfrage und durch Bewertung der Gesamtsituation ermittelt. Für den Verknüpfungspunkt „Bahnhof Pfungstadt“ ist diese Abschätzung nicht möglich, da sich die Nachfragesituation nach Reaktivierung der Pfungstadtbahn relativ stark verändern wird. Bei Reaktivierung der Pfungstadtbahn mit Verbesserung der Anbindung an das Oberzentrum Darmstadt ist erfahrungsgemäß von einem wesentlich höheren Nachfragepotential als derzeitig vorhanden (Bestand: 8 überdachte Stellplätze) auszugehen. Eine umfassende Potentialabschätzung unter Berücksichtigung des gesamten Einzugsbereiches wird in der gegenwärtigen Situation als wenig plausibel eingestuft.
Die 73 B+R-Stellplätze werden überdacht in 3 Einheiten angeordnet. Dimensioniert wurden die Parkstände und Fahrgassen der P+R-Anlage auf der Grundlage des Leitfadens zur Bedarfsermittlung und Planung von P+R / B+R - Anlagen der Hessischen Straßenbauverwaltung. Die Stellplätze sind in Senkrechtaufstellung vorgesehen bei einer Aufstelltiefe von 5,00 m einschließlich Überhangstreifen und einer Erschließung der Parkplatzanlage im Begegnungsverkehr, wobei im westlichen Teilbereich eine platzähnliche Verbreiterung der Fahrgasse vorgesehen ist, die als Wendeanlage bemessen konstruiert wurde. Die zwei Behindertenstellplätze werden zugangsoptimiert in unmittelbarer Nähe zum ZOB und Bahnsteigzugang angeordnet und erhalten eine Breite von 3,50 m.

Endhaltepunkt der Pfungstadtbahn (Bahnsteig)
Für die verlängerte Pfungstadtbahn wird parallel zur Berliner Straße ein einfacher Bahnsteig errichtet. Planung und Bau der zugehörigen Gleisanlagen erfolgen durch die verantwortlichen Eisenbahninfrastrukturunternehmen der DB AG. Das Bedienungskonzept sieht vor, eine dieselbetriebe Einheit vom Hauptbahnhof Darmstadt über den Bahnhof Darmstadt-Eberstadt bis zum neuen Endhaltepunkt in Pfungstadt einzurichten. Die für die o.g. Maßnahmen dauerhaft benötigten Flächen befindet sich im Besitz der Stadt Pfungstadt. Die bahnbetriebsnotwendigen Flächen werden von der Stadt an die DB Netz AG weiterveräußert.

Die Nutzlänge des Bahnsteiges wird für 3 Triebwagen und unter Berücksichtigung einer Bremsungenauigkeit von 5,0 m in einer Ausbaulänge von 140 m festgelegt. Für die Unterbringung des Prellbockes wird das Gleis um 12,40 m über das Ende des nutzbaren Bahnsteigbereiches hinaus verlängert. Die Systemhöhe für den Bahnsteig beträgt 55 cm und die Mindestbreite 2,75 m.

Die Herstellung des Bahnsteiges erfolgt in konventioneller Bauweise. Aufgrund der höhengleichen Zugänge vom Vorplatz bzw. vom Verbindungsweg zwischen ZOB und Berliner Straße sind Treppenanlagen oder Rampen zur Überwindung von Höhenunterschieden nicht erforderlich. Der Zugang ist damit gleichsam „barrierefrei“ im Sinne einer behindertengerechten Nutzbarkeit.

Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB)
Die Lage des geplanten ZOB als Verknüpfungspunkt beim ÖPNV wurde unter besonderer Berücksichtigung der Anbindung an den zentralen Versorgungsbereich der Innenstadt sowie auch die räumliche Anknüpfung an die ergänzenden Strukturelemente, wie z. B. die gute Erreichbarkeit von und zum Bahnsteig und der geplanten P+R-Anlage gewählt. Letztlich waren alle fahrgeometrischen Anforderungen an die Bushaltestelle nachweislich zu erfüllen; insbesondere sollte der ZOB aus allen Fahrtrichtungen angefahren und auch wieder in alle Fahrtrichtungen verlassen werden können, so dass der Halt auch in die Zukunft gerichtet bei möglichen Fahrplanwechseln individuell nutzbar bleibt. In diesem Sinne wurden die Bussteige grundsätzlich für Gelenkbusse ausgerichtet (Bussteiglänge 18,00 m). Aus dem daraus sich ergebenden Bedienungskonzept ergibt sich ein Bedarf von vier Bushaltestellen, wobei jeweils zwei Haltestellen gegenüberliegend in einem Inselkap angeordnet wurden. Die konstruktive Ausbildung der einzelnen Haltestellen erfolgt im Sägezahnmuster. Die genaue Lage der Haltestellen wird durch die erforderlichen Wenderadien der Gelenkbusse bestimmt, die aus der Eberstädter Straße kommend eine 360°-Wende vollziehen müssen, um entweder in den ZOB einfahren oder aus diesem ausfahren zu können. Die Gestaltung und Lage der Eckausrundungen zur Eberstädter Straße wurden entsprechend der benötigten Schleppkurven angelegt. 

Die Nutzlängen der Bussteigkanten betragen jeweils 18,0 m für alle Haltepositionen. Um ein unabhängiges Ausfahren der Busse zu gewährleisten, wird zwischen den Haltepositionen jeweils eine Lücke von 6,0 m gelassen. Die verfügbare Fahrgassenbreite zwischen den Bushaltestreifen wird für ungehindertes Ausfahren und Überholen mit 7,0 m bemessen. Ein barrierefreies Queren der Busfahrgasse mit Bordabsenkung und Rollatorquerung ist am westlichen Kopfende des Inselkaps vorgesehen. Entlang der Haltepunkte selbst sind Rillen und Noppenplatten längs des Bussteiges vorgesehen. Die Bussteigkanten werden für den barrierefreien Zugang zu den Bussen mit 18cm hohen Formsteinen (z. B. Kasseler Bord) ausgeführt. Die Breite der Bussteige variiert auf Grund der Sägezahnaufstellung zwischen 2,50 m und 4,50 m.

Kiss-and-ride und Taxi-Stellplätze
Unter „kiss-and-ride“ (wörtlich übersetzt: „Küssen-und-fahren“; kurz: K+R) wird das Abliefern oder Abholen von Fahrgästen an einer Zugangsstelle des öffentlichen Personenverkehrs durch einen von Dritten gefahrenen Privat-Pkw bezeichnet. Gemeint ist damit: „Küsse jetzt deine Liebste oder deinen Liebsten zum Abschied und fahr das Auto dann gleich wieder weg.“ (Quelle: Wikipedia). Am Haltepunkt „Bahnhof Pfungstadt“ wurden in unmittelbarer räumlicher Nähe zum ZOB und Bahnsteig insgesamt fünf K+R-Stellplätze als Kurzzeitparkplätze konzipiert, wobei 2 Stellplätze am Zugang in der Berliner und drei weitere zwischen den Zu-/ Abfahrten zum ZOB entlang der Eberstädter Straße angeordnet wurden. Die K+R-Stellplätze werden durch einen „Inselgehweg“ zur Fahrgasse des ZOB abgetrennt, so dass sich der aus- oder zusteigende Fahrgast sicher im Bereich der Gehwegefläche bewegen und aufstellen kann. Neben den K+R-Stellplätzen wurden hier auch insgesamt vier Taxi-Aufstellplätze (gesonderte Beschilderung) konzipiert.

Berücksichtigung der Belange behinderter Menschen
Für mobilitätsbehinderte Menschen muss bei öffentlich zugänglichen Einrichtungen generell die Barrierefreiheit gewährleistet und Orientierungshilfen vorgesehen werden. An dem geplanten Verknüpfungspunkt werden folgende bauliche Maßnahmen ergriffen, um mobilitätsbehinderten Personen gleichberechtigten Zugang und Umsteigen zu ermöglichen:
o Einbau eines taktilen Leitsystems im Bereich der Bushaltestellen und der Bahnhaltestelle gemäß DIN 3298410,
o behindertengerechter Ausbau der Zuwegung im Nahbereich (Absenkung von Bordsteinkanten an Querungsstellen, Einbau von Rollatorfurten usw.),
o Anhebung der Warteflächen im Einstiegsbereich der Bushaltestelle auf 18 cm und Einbau von Formsteinen im Bereich der Busbahnsteigkanten zu Restspaltminimierung,
o Unterbauung von Vitrinen und Schildern im Bewegungsbereich der Fahrgäste bzw. Passanten (Anhebung der umgebenden Flächenbefestigung auf ≤ 3cm).

Weitere Informationen zum Bauablauf und ein Plan mit der Darstellung der Umbaumaßnahme stehen nachfolgend zum download bereit.
Erläuterungen zum Bau: pdf Neubau Bahnsteig/ ZOB/ P+R 
Lageplan zum Umbau: pdf Lageplan ZOB und P+R
 

Bahnübergang Eberstädter Straße

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Umbau der Eberstädter Straße im Bereich des Bahnüberganges

Die Stadt Pfungstadt plant den Umbau der Eberstädter Straße und Berliner Straße im Bereich des Bahnüberganges. Es handelt sich hierbei um Asphalt- und Pflasterarbeiten.

Während dem Umbau ist eine Vollsperrung vorgesehen. Die Vollsperrung mit sämtlichen Umleitungsmaßnahmen wird am 02.05.2011 eingerichtet sein und voraussichtlich am 15.07.2011 wieder aufgehoben werden. Die Arbeiten sind in dem vorgegebenen Zeitraum auszuführen, da auch Buslinien umgeleitet werden. (weitere Informationen unter Umleitung)

Der grundhaft zu erneuernde Asphaltbereich hat eine Fläche von ca. 1.600 m² und wird mit einer Deckschicht aus Splittmastixasphalt hergestellt. Der neue Gehweg hat eine Fläche von ca. 650 m² und wird im Ellenbogenverband mit Rechteckpflaster hergestellt. Eine Bushaltestelle wird zurückgebaut und als Grünfläche angelegt. Des Weiteren werden zwei Verkehrsinseln abgebrochen und eine neue Verkehrsinsel wird in Pflasterbauweise mit Flachbordsteinen hergestellt. Die vorhandene begrünte Mittelinsel im Bereich der Bushaltestellen wird mit Flachbordsteinen eingefasst.

Parallel zu den Arbeiten der Stadt Pfungstadt finden Arbeiten der DB AG statt. Die zu errichtende Vollsperrung wird ebenfalls von der DB AG genutzt. Die Arbeiten im Bereich der Gleisanlage sind in jeweiliger Abhängigkeit auszuführen und in den jeweiligen Bauablauf einzugliedern. Dies betrifft z. B. die Schienenarbeiten und die Asphaltanpassungsarbeiten, Einbau von Fundamenten in die Gehwegflächen vor den Pflasterarbeiten u. ä..

Weitere Informationen zum Bauablauf und ein Plan mit der Darstellung der Umbaumaßnahme stehen nachfolgend zum download bereit.
Informationen zum Bauablauf: pdf bauablauf_umbaueberststr.pdf
Lageplan zum Umbau: pdf Bahnuebergang Eberstaedter Strasse