- Neubau Bahnsteig im Zusammenhang mit dem Neubau des Endhaltepunktes „Bahnhof Pfungstadt”
- Neubau park-and-ride-Anlage (P+R) am Endhaltepunkt Bahnhof Pfungstadt
- Neubau bike-and-ride-Anlage (B+R) am Endhaltepunkt Bahnhof Pfungstadt
- Neubau zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) als Verknüpfungshaltestelle am Endhaltepunkt
- Bahnhof Pfungstadt
P&R – Anlage und B&R – Anlage
Die 73 B+R-Stellplätze werden überdacht in 3 Einheiten angeordnet. Dimensioniert wurden die Parkstände und Fahrgassen der P+R-Anlage auf der Grundlage des Leitfadens zur Bedarfsermittlung und Planung von P+R / B+R - Anlagen der Hessischen Straßenbauverwaltung. Die Stellplätze sind in Senkrechtaufstellung vorgesehen bei einer Aufstelltiefe von 5,00 m einschließlich Überhangstreifen und einer Erschließung der Parkplatzanlage im Begegnungsverkehr, wobei im westlichen Teilbereich eine platzähnliche Verbreiterung der Fahrgasse vorgesehen ist, die als Wendeanlage bemessen konstruiert wurde. Die zwei Behindertenstellplätze werden zugangsoptimiert in unmittelbarer Nähe zum ZOB und Bahnsteigzugang angeordnet und erhalten eine Breite von 3,50 m.
Endhaltepunkt der Pfungstadtbahn (Bahnsteig)
Die Nutzlänge des Bahnsteiges wird für 3 Triebwagen und unter Berücksichtigung einer Bremsungenauigkeit von 5,0 m in einer Ausbaulänge von 140 m festgelegt. Für die Unterbringung des Prellbockes wird das Gleis um 12,40 m über das Ende des nutzbaren Bahnsteigbereiches hinaus verlängert. Die Systemhöhe für den Bahnsteig beträgt 55 cm und die Mindestbreite 2,75 m.
Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB)
Die Lage des geplanten ZOB als Verknüpfungspunkt beim ÖPNV wurde unter besonderer Berücksichtigung der Anbindung an den zentralen Versorgungsbereich der Innenstadt sowie auch die räumliche Anknüpfung an die ergänzenden Strukturelemente, wie z. B. die gute Erreichbarkeit von und zum Bahnsteig und der geplanten P+R-Anlage gewählt. Letztlich waren alle fahrgeometrischen Anforderungen an die Bushaltestelle nachweislich zu erfüllen; insbesondere sollte der ZOB aus allen Fahrtrichtungen angefahren und auch wieder in alle Fahrtrichtungen verlassen werden können, so dass der Halt auch in die Zukunft gerichtet bei möglichen Fahrplanwechseln individuell nutzbar bleibt. In diesem Sinne wurden die Bussteige grundsätzlich für Gelenkbusse ausgerichtet (Bussteiglänge 18,00 m). Aus dem daraus sich ergebenden Bedienungskonzept ergibt sich ein Bedarf von vier Bushaltestellen, wobei jeweils zwei Haltestellen gegenüberliegend in einem Inselkap angeordnet wurden. Die konstruktive Ausbildung der einzelnen Haltestellen erfolgt im Sägezahnmuster. Die genaue Lage der Haltestellen wird durch die erforderlichen Wenderadien der Gelenkbusse bestimmt, die aus der Eberstädter Straße kommend eine 360°-Wende vollziehen müssen, um entweder in den ZOB einfahren oder aus diesem ausfahren zu können. Die Gestaltung und Lage der Eckausrundungen zur Eberstädter Straße wurden entsprechend der benötigten Schleppkurven angelegt.
Die Nutzlängen der Bussteigkanten betragen jeweils 18,0 m für alle Haltepositionen. Um ein unabhängiges Ausfahren der Busse zu gewährleisten, wird zwischen den Haltepositionen jeweils eine Lücke von 6,0 m gelassen. Die verfügbare Fahrgassenbreite zwischen den Bushaltestreifen wird für ungehindertes Ausfahren und Überholen mit 7,0 m bemessen. Ein barrierefreies Queren der Busfahrgasse mit Bordabsenkung und Rollatorquerung ist am westlichen Kopfende des Inselkaps vorgesehen. Entlang der Haltepunkte selbst sind Rillen und Noppenplatten längs des Bussteiges vorgesehen. Die Bussteigkanten werden für den barrierefreien Zugang zu den Bussen mit 18cm hohen Formsteinen (z. B. Kasseler Bord) ausgeführt. Die Breite der Bussteige variiert auf Grund der Sägezahnaufstellung zwischen 2,50 m und 4,50 m.
Unter „kiss-and-ride“ (wörtlich übersetzt: „Küssen-und-fahren“; kurz: K+R) wird das Abliefern oder Abholen von Fahrgästen an einer Zugangsstelle des öffentlichen Personenverkehrs durch einen von Dritten gefahrenen Privat-Pkw bezeichnet. Gemeint ist damit: „Küsse jetzt deine Liebste oder deinen Liebsten zum Abschied und fahr das Auto dann gleich wieder weg.“ (Quelle: Wikipedia). Am Haltepunkt „Bahnhof Pfungstadt“ wurden in unmittelbarer räumlicher Nähe zum ZOB und Bahnsteig insgesamt fünf K+R-Stellplätze als Kurzzeitparkplätze konzipiert, wobei 2 Stellplätze am Zugang in der Berliner und drei weitere zwischen den Zu-/ Abfahrten zum ZOB entlang der Eberstädter Straße angeordnet wurden. Die K+R-Stellplätze werden durch einen „Inselgehweg“ zur Fahrgasse des ZOB abgetrennt, so dass sich der aus- oder zusteigende Fahrgast sicher im Bereich der Gehwegefläche bewegen und aufstellen kann. Neben den K+R-Stellplätzen wurden hier auch insgesamt vier Taxi-Aufstellplätze (gesonderte Beschilderung) konzipiert.
Berücksichtigung der Belange behinderter Menschen
Für mobilitätsbehinderte Menschen muss bei öffentlich zugänglichen Einrichtungen generell die Barrierefreiheit gewährleistet und Orientierungshilfen vorgesehen werden. An dem geplanten Verknüpfungspunkt werden folgende bauliche Maßnahmen ergriffen, um mobilitätsbehinderten Personen gleichberechtigten Zugang und Umsteigen zu ermöglichen:
o Unterbauung von Vitrinen und Schildern im Bewegungsbereich der Fahrgäste bzw. Passanten (Anhebung der umgebenden Flächenbefestigung auf ≤ 3cm).
Weitere Informationen zum Bauablauf und ein Plan mit der Darstellung der Umbaumaßnahme stehen nachfolgend zum download bereit.
Erläuterungen zum Bau:
Neubau Bahnsteig/ ZOB/ P+R Lageplan zum Umbau:
Lageplan ZOB und P+R

